Uns ist es wichtig, genau zuzuhören und zu erkennen, welche Sorgen, Ängste und Erwartungen die jeweiligen Betroffenengruppen von Hasskriminalität haben.
Der Beauftragte der Bayerischen Polizei gegen Hasskriminalität, insbesondere Antisemitismus, agiert als Single Point of Contact (SPOC) und strategische Stelle in der gesamten Bayerischen Polizei.
Unser Team steht als SPOC in direktem Kontakt mit NGO´s, Beratungsstellen, Behörden und Betroffenen-Communities.
Durch die personelle Kontinuität gewährleisten wir eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den etablierten Netzwerken.
Von großer Bedeutung zeigt sich auch der regelmäßige und enge Austausch mit den jeweiligen Pendants der anderen staatlichen Stellen, insbesondere mit den Beauftragten der Bayerischen Justiz bei der Generalstaatsanwaltschaft München ZET
Wir bringen Menschen aus den verschiedenen Betroffenenvertretungen und -gruppen, Institutionen und Behörden zusammen, denn nur gemeinsam mit einem starken Team kann Hasskriminalität mit all ihren Herausforderungen langfristig und effektiv bekämpft werden.
Wir regen fachlichen Austausch zu polizeilich präventiven und repressiven Maßnahmen, zu Ursachen, Erscheinungsformen, Auswirkungen und Verfolgungsmöglichkeiten von Hasskriminalität innerhalb und außerhalb der Polizei an.
Orientiert an den erkannten Handlungsbedarfen entwickeln wir gemeinsam präventive und repressive Strategien, um Hasskriminalität effektiv zu bekämpfen. Uns ist es wichtig, aus den Strategien mit den Netzwerkpartnern konkrete Maßnahmen erwachsen zu lassen und diese fortwährend auf ihre Wirksamkeit zu prüfen, zum Beispiel:
Bayerischer Aktionstag gegen Antisemitismus
Polizei und Staatsanwaltschaft gehen in Bayern im Rahmen eines „Aktionstags PLUS gegen Antisemitismus“ gegen Täter mit antisemitischer Tatmotivation vor.
Austauschformat „Blue meets Queer“
Für Vertrauen ist das persönliche Kennenlernen unabdingbar. Daher haben wir ein Kennenlern- und Austauschformat entwickelt, bei dem sich die regionalen Vertreterinnen und Vertreter der LSBTIQ-Community und die Verantwortlichen der Polizei treffen.
Freisinger Domberg Gespräche
Zu verschiedenen Themenfeldern treffen wir uns in Zusammenarbeit mit der Justiz zu einem Austausch mit Akteuren der jeweiligen Betroffenengruppen, z.B. zum Thema Rassismus.
Aus- und Fortbildung innerhalb und außerhalb der Polizei
Als Spezialstelle gegen Hasskriminalität in der Bayerischen Polizei entwerfen wir fortlaufend neue und evaluieren bestehende Angebote der Aus- und Fortbildung. Hierbei agieren wir sowohl in der Polizei, als auch z.B. bei den Antisemitismusbeauftragten der Bayerischen Hochschulen und Universitäten, in Schulen oder der Justiz.
Ein wesentlicher Teil der genannten Aus- und Fortbildung ist das Ziel, die Polizeibeamtinnen und -beamten für die vielfältigen Erscheinungsformen von Hasskriminalität zu sensibilisieren. Das Wissen zu Hasskriminalität soll geschärft und insbesondere die Betroffenenperspektive nähergebracht werden, so dass Hasskriminalität in all ihren Facetten erkannt wird und konsequent sowohl repressiv als auch präventiv dagegen vorgegangen wird. Ein sensibler Umgang mit Betroffenen ist uns dabei besonders wichtig.
Wir vertreten und unterstützen die Bayerische Polizei bei der Öffentlichkeitsarbeit.
Das „Sichtbarmachen“ von Hasskriminalität spielt eine zentrale Rolle bei der Sensibilisierung der Gesellschaft. Dabei steht auch im Vordergrund, dass die Bekämpfung von Hasskriminalität eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist. Wir setzen dabei klare Zeichen gegen Diskriminierung und Intoleranz.
Ebenso wollen wir der gesamten Gesellschaft, besonders aber den betroffenen Communities „ihre Polizei“ greifbarer und vor allem begreifbar machen. Wir bringen Licht in die „Blackbox Polizei“ und erläutern, warum die Polizei wie handelt, was möglich ist und wo der Polizei auch Grenzen in ihren Möglichkeiten gesetzt sind.